Am 09. Juli fand, wie in jedem Schuljahr seit 2009 – außer den Coronajahren 2020 und 2021 – die Schachmeisterschaft der Realschule Öhringen statt, wie immer unter der bewährten Leitung und Organisation von Tobias Doll, der als langjähriges Mitglied der Schachabteilung der TSG Öhringen die benötigten Schachbretter, Figuren, Schachuhren und den Computer mitbrachte und auch gleichzeitig als Schiedsrichter fungierte. Dieses Jahr nahmen vier Mädchen und 13 Jungen an dem Turnier teil, das im Aufenthaltsraum an einem Mittwochnachmittag stattfand. Zu gewinnen gab es je einen Pokal für Schulsieger und Schulsiegerin, außerdem Medaillen für die besten drei jeder Klassenstufe. Jeder Teilnehmer erhielt außerdem eine Urkunde.
Die vier Mädchen spielten ein eigenes Turnier. Hier spielte jede einmal gegen jede andere. Schulmeisterin wurde Liana Brenner (Klasse 06A), die alle drei Partien gewinnen konnte. Auf dem 2. Platz landete Stella Philipp (06A) vor Lia Sauermann (05B) und Medine Karaoglan (05B).
Bei den Jungen wurden sechs Runden Schweizer System gespielt. Dieses System wird auch bei großen Schachturnieren bei Amateuren und Profis zur Anwendung gebracht. Das Prinzip ist, dass in jeder Runde möglichst punktgleiche Spieler gegeneinander spielen. Das sorgt für mehr Spannung und fairere Wettkämpfe. Am Ende gibt es neben der erreichten Punktzahl noch eine Feinwertung, die Buchholzzahl, die umso höher ist, je stärker die Gegner sind, gegen die man gespielt hat. Bei punktgleichen Spielern entscheidet dann die Buchholzzahl über die Platzierung. Für die komplizierte Auslosung der einzelnen Spielrunden nach dem Schweizer System gibt es spezielle Computerprogramme, die auch dafür sorgen, dass jeder Spieler gleich oft mit den weißen und den schwarzen Steinen spielt. Da die Teilnehmerzahl bei den Jungen ungerade war, gab es in jeder Runde für den jeweils Schlechtplatziertesten ein Freilos, sodass kein Spieler „leer ausging“. Damit die Partien nicht zu lange dauerten, hatte jeder Spieler für seine Partie 10 Minuten Bedenkzeit auf der Schachuhr. Manche Partien waren schnell beendet, wenn z. B. ein Matt übersehen wurde. Andere wurden ausgekämpft, bis jeder kaum noch Figuren hatte. Ab und zu entschied auch die Überschreitung der Bedenkzeit. Der Schiedsrichter musste ein paarmal eingreifen und manches Mal auf die Schachregeln hinweisen. Wenn ein Spieler z. B. am Zug ist und keinen Zug mehr machen kann, aber auch nicht im Schach steht, dann ist das kein Schachmatt, sondern Patt, das wie ein Unentschieden (Remis) gewertet wird, also mit einem halben Punkt.
Nach sechs spannenden Runden setzte sich in der Gesamtwertung Erik Heinz von der Klasse 10A mit 6 Punkten durch, er gewann also alle seine Partien. Zweiter wurde Mohammed Bajrami (08B) mit 5 Punkten, der nur gegen Erik verlor. Schon mit etwas Abstand landete Alexander Könich (09C) mit 3,5 Punkten auf dem 3. Platz. Auf einem beachtlichen 4. Platz landete der Fünftklässler Taim Hamwi (05C), gefolgt von Michael Darscht (10A). Jonah Stark (06A) wurde Sieger der Klassenstufe 6.
Nach Turnierende spielte der Turniersieger Erik Heinz zum Spaß noch eine Partie gegen Herr Doll. Erik konnte die Partie lange ausgeglichen gestalten. Erst nach einem Bauernverlust kippte die Partie zugunsten des Lehrers. So gut, wie Erik in dieser Partie gespielt hat, erwies er sich als absolut verdienter Schulsieger.









